Spätherbst im Wein4tler Bauerngarten

Ein kleiner Auszug aus dem Gartentagebuch der Gärtnerin mit Leib und Seele Brigitte Parbus!

„Der Herbst klebt einen letzten Gruß aus Blättern des Wilden Weins auf das regennasse Ziegelpflaster. Der „Echte“ stürmt seit Wochen im Heizhaus. Nun um Martini da der junge Wein getauft werden soll, legt sich das stürmische Gehabe zu einem leichten Säuseln.

Es herbstelt im Wein4tler Bauerngarten

Es herbstelt im Wein4tler Bauerngarten

Während manche Winzer schon den „Jungen“ präsentieren macht sich der unsrige ganz gemächlich auf den Weg. Gut Ding braucht eben Weile, und die Männer gehen ohnedies gern Sturm kosten.

Mit jedem Öffnen der Heizhaustür entlassen sie einen Schwarm Mostfliegen in den Hof. Eine Hälfte sucht ihr Heil in der warmen, nach frischem Germteig duftenden Küche, die andere wird von den Meisen freudig in Empfang genommen.

Trotz der ungewöhnlich warmen Novembertage schauen sie nach ihren gewohnten Futterstellen. Der Opa erbarmt sich natürlich sofort, schon bald höre ich das seit Jahren vertraute Geräusch des Nussaufklopfens, damit seine gefiederten Freunde ihm auch im Winter treu bleiben und sich nicht anderswo die Bäuche vollschlagen.

Der Gartenrotschwanz schaut kurz vorbei, er zieht allerdings das fleischige Insektenangebot vor. Laufenten, Hühner und Esel sind ebenfalls auf Futtersuche.

Der Esel auf "Futtersuche"

Der Esel auf „Futtersuche“

Die Enten mit ständigem Geschnatter, die Hühner im Laub raschelnd, und der Esel verkostet grundsätzlich alles was irgendwie fressbar aussieht. Chrysanthemenblüten, Hornveilchen, Fliederblätter, sogar von der geschnitzten Kübisdeko bleibt nur ein Teelicht zurück. Auch die Apfelkiste in der Werkstatt bleibt nicht unentdeckt, natürlich muss er sich durch Anbeißen einen Großteil der Beute sichern bevor wir die Schandtat bemerken.

ER scheint genau zu wissen, dass die offizielle Gartensaison zu Ende ist, und keine Besucher mehr zu erwarten sind.

Heute wandern die Pelargonien ins Winterquartier. Die großen Töpfe mit Kakteen, Lorbeer, Rosmarin und Hortensien, sowie die Schusterpalmen müssen noch warten. Der Platz ist mit den Glasballons besetzt in denen der Stolz des Winzers lagert. Hoffentlich lässt der Frost noch ein Weilchen auf sich warten. Jedenfalls muss St.Martin nicht durch Schnee und Wind reiten. Die Laternen werden jedenfalls dem Umzugslied gerecht, „ Lichtlein brenne heller als der Tag“ denn spätestens um halb Fünf heißt es das Gartenwerkzeug wegen Dunkelheit wegzulegen.

"Feierabend"

„Feierabend“

Zeit für uns Gartenfreunde letzte Vorbereitungen zu treffen. Töpfe einpacken, Winterschutz ausbringen, dabei wollte ich doch noch …

Ach, der nächste Frühling kommt bestimmt und vielleicht möchte ich die Pflanzen doch woanders haben, oder wird aus dem geplanten Sonnendeck doch etwas ganz anderes? Gut dass die Abende lang werden – Die Dunkelheit lässt keine Ablenkung der Augen zu, dafür blüht die Fantasie und pflanzt, gestaltet, formt und verändert mühelos und rückenschonend.“

Detailinfos über den Wein4tler Bauerngarten gibt’s hier!

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